Seilpark Rigi: Mit Snowboard und Zipline durch den Wald
Auf dem Snowboard von Baum zu Baum und mit der Zipline zum Zmittag ins Restaurant Alpenhof mit Spielplatz: Im Seilpark Rigi wird der Wald zum Kletterabenteuer.
133.5 Zentimeter mit Schuhen messen wir zu Hause. So gross ist mein mittlerer Sohn aktuell. Damit gehört er beim Seilpark Rigi in die Kategorie zwischen 120 und 135 Zentimetern Körpergrösse. Bei der Anmeldung vor Ort wird nachgemessen und ja: Der Junior ist auf der Anreise nicht wundersam gewachsen.
Er ist zunächst ein bisschen enttäuscht, dass wir mit 1:1-Betreuung durch einen Erwachsenen «nur» die drei einfachen Parcours des vier Kilometer langen Seilparks erkunden dürfen. Die Verantwortlichen sind jedoch zu Recht streng. Für die anspruchsvolleren Routen wäre mein Sohn teilweise schlicht zu klein.
Kletterabenteuer mitten im Wald
Frohen Mutes machen wir uns auf in den schönen Wald. Hier verteilen sich insgesamt neun Parcours. Die Hindernisse reichen vom hölzernen Pferd über den Sprung ins Fass bis zur Kletterwand und zur gigantischen Kletterschlange Viper, die sich 20 bis 25 Meter in die Höhe windet. Auch Ziplines gibt es ohne Ende. Eine davon ist ganze 155 Meter lang.
Wir stellen fest: Die drei einfachen Routen sind für uns mehr als ausreichend und auch für Kinder spannend, die schon erste Erfahrung in Seilparks haben. So fahren wir auf einem Snowboard von Baum zu Baum, steigen wenig später in einen Korb und ziehen uns auf die andere Seite, balancieren über Autopneus oder kriechen durch Holztunnel.
Mit der Zipline zum Mittagessen
Ein besonderes Highlight sind natürlich die vielen Ziplines. Eine Strecke führt uns hinunter bis zum Restaurant Alpenhof, wobei die letzte Zipline mitten durch einen Baum saust – herrlich.
Im Alpenhof gönnen wir uns ein Mittagessen an einem der vielen Holztische im Freien. Ein grosser Spielplatz mit zahlreichen Trampolinen sorgt dafür, dass die Kinder kaum zum Essen kommen. Aber Stärkung muss sein. Denn die drei blauen Routen im Seilpark wollen wir nach dem Mittag gleich nochmals absolvieren, so gut haben sie uns gefallen.
Die Viper hat es in sich
Vor der Heimfahrt wollen wir uns noch die Kletterwand Viper zumindest vom Boden aus genauer anschauen. An einem alten Baumstamm sind Holzbalken mit Klettergriffen montiert. 20 bis 25 Meter hoch ist das Ungetüm, im unteren Teil senkrecht bis leicht überhängend. Kurz vor dem Ziel wird es dann richtig steil und anspruchsvoll. Ein Vater beobachtet von unten gerade, wie sein Sohn die letzten Meter bewältigt. Zweimal habe er es bereits versucht und jeweils kurz vor Schluss die Exit-Zipline nehmen müssen, weil er sich das letzte Stück nicht zugetraut habe. Aber dieses Mal schafft er es – was für eine Leistung!
Baldiges Wiedersehen mit der Viper?
Mein mittlerer Junior sagt: «Wenn ich beim nächsten Besuch hier über 135 Zentimeter gross bin, will ich da vielleicht auch hinauf.» Mir graut schon ein bisschen davor. Denn dann muss ich die «Viper» wohl auch bezwingen. Kinder bis 12 Jahre müssen hier im Seilpark nämlich stets von einer volljährigen Person begleitet werden. Aber für den Moment sind wir beide glücklich, etwas wir heute alles erlebt haben.
Der Seilpark Rigi ist bis Ende Oktober täglich geöffnet, im November dann noch an schönen Wochenenden. Informationen dazu gibt es jeweils auf der Website.
Ein Artikel von Reto Fehr
Der Schweiz-Entdecker beim Newsportal watson.ch radelte mal durch alle Schweizer Gemeinden. Der Dreifach-Papa führt den Rauszeit-Blog und teilt auf Instagram @retofoxfehr die besten Ausflugstipps.