Flumserberg - ein Skigebiet, zahlreiche Angebote
Vom Pistenspass über Freestyle-Tricks im SnowPark bis zu Winterwanderungen, Schlittenfahrten und Panoramablicken – am Flumserberg ist für alle etwas dabei.

Wenn es um Wintersport geht, sind wir uns alle einig, aber eben auch uneinig. Einig darüber, dass es fast nichts Besseres gibt, uneinig, wenn es darum geht, wie wir das meiste aus einem Tag im Schnee herausholen. Der 7-Jährige liebt Gondeln und will den ganzen Tag (und am liebsten auch in der Nacht) Ski fahren, der 6-Jährige mag nicht zu steile Pisten, will aber Action, der 3-Jährige fährt so 20 Minuten Ski beim Zauberteppich, danach will er lieber schlitteln. Meine Frau und ich machen auch gerne Winterwanderungen und geniessen die Aussicht. Kurz: Es ist kompliziert. Aber zum Glück haben wir die Lösung: das Wintersportgebiet Flumserberg.
In 20 Minuten im Winterwunderland
Schon die Anreise ist ein purer Genuss. Selten habe ich ein Skigebiet erlebt, bei dem schon die Hinreise ein solches Erlebnis ist. Der Interregio Aare Linth der Südostbahn hält in Unterterzen am Walensee. Nach einem kurzen Gang durch die Unterführung stehen wir vor dem imposanten SeeJet. Die Achtergondel bringt uns in 20 Minuten von der frühlingshaften Talstation ins Winterwunderland. Die Fahrt mit Blick auf die Churfirsten, die Glarner Alpen und den Walensee ist einfach grandios.
Unterwegs auf den Pisten
Oben angekommen landen wir mitten in der weissen Pracht. Das war unten noch fast unvorstellbar. Unser 7-jähriger Sohn kann mit dieser spannenden Gondelfahrt bereits einen Punkt auf seiner Wunschliste abhaken. Damit auch die anderen auf ihre Kosten kommen, teilen wir uns auf. Ich fahre mit den grösseren beiden im Skigebiet. Wir entdecken das «Häxäwäldli» und werden beim wilden Ritt durch den Wald auf dem schmalen Weg so durchgeschüttelt, dass die Jungs vor Freude jubeln und sich natürlich halb totlachen, als ich mal in einer kleinen Mulde fast zu Fall komme.
Die Jungs wollen noch mehr Action. Wir wechseln zum Prodkamm. Der SnowPark für Freestyle-Tricks ist noch bisschen zu schwierig für meine Kinder. Aber auf der CrossPiste und beim FamilyRun (Riesenslalom), rasen wir um die Wette, jagen über die Wellenmulden, wagen uns in die Steilwandkurven und zwischendurch gibt’s gar einen kleinen Sprung. So viel Action: Da strahlt auch der 6-Jährige.
Währenddessen geht es bei meiner Frau und unserem Kleinsten etwas gemächlicher zu und her. Sie machen sich vom Tannenboden mit einem Bob und den Skiern im Gepäck auf dem herrlichen Winterwanderweg auf den Weg vom Chrüz zur Prodalp. In 45 Minuten erreichen sie das Ziel. Bei der Prodalp wartet bereits der Zauberteppich, wo unser 3-Jähriger einige Fahrten wagt, bevor sich der Hunger meldet.
Beim Essen sind wir uns alle einig
Wie schon das Skigebiet, erfüllt auch das Restaurant Prodalp alle Wünsche und Platz hat es auch genug! Die Kinder verschlingen ihre Pizza und wir geniessen die atemberaubende Aussicht von der grosszügigen Terrasse. Schon cool, dass man als Familie mit verschiedenen Ansprüchen einen Tag im Skigebiet so verbringen kann, dass alle glücklich sind.
Schlitteln, Wandern, Skifahren
Danach teilen wir uns wieder auf. Meine Frau schlittelt mit dem 3-Jährigen runter nach Tannenheim. Zu zweit geht das gut. Die Piste hat allerdings so viele Wellen drin, dass bei kleinen Kindern ein Erwachsener mit auf dem Schlitten sein sollte. Danach wandern und schlitteln sie von der Prodalp via Chrüz zurück zum Tannenboden.
Wir drei Skifahrer geniessen noch den Tag. Jetzt folgt mein Wunsch: Die Piste vom Maschgenkamm zur Seebenalp. Die 20-minütige Abfahrt ist für mich einer der schönsten Momente in einem Schweizer Skigebiet. Ich geniesse es in vollen Zügen, der zugefrorene See vor mir, dahinter das Berggasthaus und die Churfirsten als Kulisse – unbeschreiblich! Der Tag neigt sich dem Ende zu, die Kräfte schwinden. Zeit für das letzte Highlight: Mit dem SeeJet gondeln wir wieder runter an den Walensee. Das Winterwunderland lassen wir oben hinter uns. Es bleibt die Erinnerung an einen super Tag.
Eine Reise durch das All
Fehlt von unseren eingangs erwähnten Ansprüchen nur noch das Nachtskifahren. Das ist immer am Freitagabend und an ausgewählten Samstagen möglich. Die einfache Chrüz-Piste verwandelt sich dann in die Flumserberg Galaxie. Während also die Sterne am Himmel leuchten, macht man sich im Schnee auf eine galaktische Reise. Sie beginnt an der Talstation, die sich für diese Zeit in einen Weltraumbahnhof verwandelt, von hier aus schwebt man an drei Sternschnuppen vorbei und erreicht die Raumstation. Auf der Chrüz-Piste reist man durch die funkelnde Milchsstrasse, an einem strahlenden Mond vorbei, immer den funkelnden Lichtern entgegen – ein ausserirdisch schönes Erlebnis.

Ein Artikel von Reto Fehr
Der Schweiz-Entdecker beim Newsportal watson.ch radelte mal durch alle Schweizer Gemeinden. Der Dreifach-Papa führt den Rauszeit-Blog und teilt auf Instagram @retofoxfehr die besten Ausflugstipps.